Zwischenbericht zum Artenschutz, Aufruf zur Vogelbeobachtung und ein Spendenaufruf

Runder Tisch Windkraft-Frei-olsheim

Liebe Freiolsheimer

unsere Beobachtungsergebnisse zum Artenschutz sind im Mai bei den Behörden eingereicht worden. Die LUBW reagierte recht zurückhaltend musste aber zugeben, dass unsere Flächen als Lebensraum geschützter Arten anzusehen sind.

Die untere Naturschutzbehörde des LK Rastatt reagierte sehr positiv, sie dankte für unsere Arbeit und teilte mit, dass aus Gründen des Artenschutzes und der Schönheit des Landschaftsbildes WKA- Planungen auf Gaggenauer Gebiet erstmal auf Eis gelegt sind. Mögen sie dabei bleiben.

Bildlich gesprochen befinden wir  uns in der Pause vor einer heißen zweiten Halbzeit im Herbst. Nach Vorliegen der Artenschutzprüfungen, werden sowohl der RVMO als auch die Gemeinde Malsch im Herbst bekannt geben, welche Flächen als Baugebiete für WKA übrig bleiben. Ich rechne damit, dass der Mettenrain drin bleibt. Der Gemeinderat in Malsch hat sich bislang mehrheitlich gegen WKA auf den Malscher Bergen ausgesprochen, aber ob dass das letzte Wort ist, bleibt ungewiss.

Eine kleine Gruppe um den „Grünen“ Rupp scheint weiterhin WKA auf dem Wulzenkopf bauen zu wollen. Was die Landesregierung unternehmen wird um Flächen zu erzwingen, wissen wir nicht.

Falls Flächen in unserer Nähe ausgewiesen werden, wird es sehr schwer werden den Bau von WKA zu verhindern.

Der Landesverband der Bürgerinitiativen gegen WKA, hat deshalb ein Gutachten zur artenschutzrechtlichen Prüfung vor dem Bau von WKA unter Berücksichtigung von EU- und Bundesrecht, bei einem renommierten Karlsruher Rechtsanwaltbüro in Auftag gegeben..

Dieses Gutachten wird in BW an Planungsbehörden und Verwaltungen breit gestreut. Daraus folgt, wer wider besseres Wissen, vor und beim Bau von WKA den Artenschutz unberücksichtigt lässt, handelt vorsätzlich, was mit Geld- oder Gefängnisstrafen bewehrt ist.

Grundsätzlich gilt, dass übergeordnetes Recht, in diesem Fall EU- und Bundes -Artenschutzrecht, nachrangiges Recht also, Erlasse der Landesregierung bricht.

Das ist ein wichtiger Punkt, weil damit der Landesregierung Grenzen aufgezeigt werden.

Ein weiteres Gutachten zum Schutz der Bevölkerung vor Beeinträchtigungen durch WKA ist geplant.

Die Gutachten werden über Spenden finanziert.

Damit der RTW seinen Beitrag zur Bezahlung des Rechtsgutachtens leisten kann, bitten wir um Spenden auf das Konto des RTW( Kontodaten siehe Homepage) unter Angabe des Verwendungszweckes   „Spende für den Landesverband“ .

Wir werden die eingehenden Spenden ohne Abzug an den LV weiterleiten. Der LV stellt auf Wunsch eine Spendenquittung aus. In diesem Fall bitte Namen und volle Adresse unserem Kassierer Jochen Dörich ( Tel: 8349, joachim.doerich@t-online.de )mitteilen.

Ein Umweltbüro in Bühl wurde von der LUBW mit der artenschutzrechtlichen Prüfung beauftragt. Was dieses Büro finden wird oder auch nicht, wird zur Grundlage der behördlichen Entscheidung werden. Ich habe Kontakt zu diesem Büro aufgenommen und melde jede relevante Beobachtung dorthin. Dieses Büro schaut auch täglich  in „ornitho“ rein.

Das alles hilft uns nur, wenn wir geschützte Arten, am besten Horste von Rotmilanen (RM) und anderen geschützten Arten finden.

Leider haben unsere bisherigen Bemühungen, nicht zum Nachweis von RM-Horsten geführt. Auch deshalb nicht, weil die Mehrzahl der Beobachtungen spontan und zufällig erfolgte und nicht planmäßig.

Wir haben jetzt nur noch 14 Tage Zeit, um RM Horste mit flüggen Jungen zu finden.

Ich bitte deshalb dringlich, dass sich Freilzer Bürger bei mir (oder Marianne Kraus oder Victor Vadasi) melden, die bereit sind einige Stunden zur Vogelbeobachtung aufzuwenden.

Ich habe durch Abgleich aller Daten mehrere Waldstücke mit größerer Wahrscheinlichkeit auf Horstfunde ausgewählt.

Jeder Beobachter sollte dann bei mir kurz vorbeikommen  und bekommt ein Waldstück von mir zugewiesen, eine kurze Einführung und einen Kartenausschnitt mit dem Waldstück. Der Beobachter sollte sich dann in seinem Wald solange und sooft wie möglich aufhalten und regelmäßig die Beobachtungen mitteilen, auch Fehlmeldungen sind wichtig.

Telefonnummern:
-> meine (Bernhard Voigt):   947 389
-> Marianne Kraus:  947 167
-> Victor Vadasi: 667

 

mit freundlichen Grüßen

Bernhard Voigt

Runder Tisch Windkraft-Frei-olsheim

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