{"id":968,"date":"2014-10-27T09:25:44","date_gmt":"2014-10-27T08:25:44","guid":{"rendered":"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/?p=968"},"modified":"2014-10-27T09:25:44","modified_gmt":"2014-10-27T08:25:44","slug":"nicht-zu-hoeren-aber-trotzdem-messbar-tieffrequenter-schall-von-markus-drexl","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/?p=968","title":{"rendered":"Nicht zu h\u00f6ren, aber trotzdem messbar. Tieffrequenter Schall von Markus Drexl"},"content":{"rendered":"<h2>Nicht zu h\u00f6ren, aber trotzdem messbar. Tieffrequenter Schall tritt<br \/>\nheutzutage in verschiedensten Bereichen auf. Neurobiologen<br \/>\nkonnten in einer aktuellen Studie zeigen, was tieffrequenter Schall<br \/>\nim menschlichen Innenohr ausl\u00f6st.<\/h2>\n<p>Je tiefer ein Ton, desto schlechter k\u00f6nnen ihn Menschen h\u00f6ren. Dennoch<br \/>\nwird auch der sogenannte tieffrequente Schall unter 100 <span style=\"color: #aa0000;\">Hertz<\/span> vom<br \/>\nmenschlichen <span style=\"color: #aa0000;\">Innenohr<\/span> wahrgenommen und l\u00f6st dort kleinste<br \/>\nmechanische Reaktionen aus, wie LMU-Neurobiologen nun zeigen<br \/>\nkonnten. Tieffrequenter Schall tritt in hochtechnisierten Gesellschaften in<br \/>\nvielen Bereichen auf. Zum Beispiel k\u00f6nnen Windturbinen, Klimaanlagen<br \/>\noder W\u00e4rmepumpen diese Ger\u00e4usche verursachen.<br \/>\nDie Wahrnehmungsschwelle ist individuell verschieden. \u201eDie Annahme,<br \/>\ntiefe T\u00f6ne w\u00fcrden vom Ohr nicht verarbeitet, weil sie nicht oder schwer<br \/>\nh\u00f6rbar sind, ist falsch. Das Ohr reagiert sehr wohl auch auf sehr<br \/>\ntieffrequente T\u00f6ne\u201c, sagt Dr. Markus Drexl von der LMU. Gemeinsam mit<br \/>\nKollegen um Professor Benedikt Grothe, Leiter der Abteilung Neurobiologie<br \/>\nder LMU, sowie vom Klinikum der Universit\u00e4t M\u00fcnchen, hat er in einem<br \/>\nLaborexperiment gemessen, wie sich tieffrequente T\u00f6ne auf das Innenohr<br \/>\nauswirken.<\/p>\n<h2>Cochlea wird stimuliert<\/h2>\n<p>Die Wissenschaftler spielten 21 Teilnehmern, die \u00fcber ein normales Geh\u00f6r<br \/>\nverf\u00fcgen, \u00fcber Ohrst\u00f6psel eineinhalb Minuten lang einen niederfrequenten<br \/>\nTon von 30 Hertz vor. Die Lautst\u00e4rke des vorgespielten Tons entsprach 80<br \/>\nDezibel. Um die Effekte zu messen, nutzten die Forscher die sogenannten<br \/>\nspontanen <span style=\"color: #aa0000;\">otoakustischen Emissionen<\/span> des Innenohrs (SOAEs). Das sind<br \/>\nsehr leise T\u00f6ne, die das gesunde Innenohr laufend selbst produziert, auch<br \/>\nwenn es gerade kein Ger\u00e4usch wahrnimmt. \u201eEs hat Auswirkungen auf<br \/>\ndie spontanen otoakustischen Emissionen, wenn das Ohr tieffrequentem<br \/>\nSchall ausgesetzt ist\u201c, sagt Drexl.<br \/>\nSpielten die Wissenschaftler den Probanden den Ton von 30 Hertz vor,<br \/>\ndann reagierten die SOAEs mit langsamen, gleichf\u00f6rmigen Schwankungen<br \/>\nauf das Ger\u00e4usch, die noch zwei Minuten lang anhielten, nachdem der Ton<br \/>\nschon wieder ausgeschaltet war. \u201eDie Zeit, die das Innenohr braucht, um<br \/>\nsich von tieffrequenten Ger\u00e4uschen zu erholen, ist l\u00e4nger als die Dauer,<br \/>\ndie es dem Ton selbst ausgesetzt ist\u201c, sagt Drexl. Ob das ein erstes<br \/>\nAnzeichen f\u00fcr eine potenzielle Sch\u00e4digung des Innenohrs durch<br \/>\ntieffrequente T\u00f6ne ist, sollen weitere Versuche zeigen.<\/p>\n<h2>Originalpublikation:<\/h2>\n<p><span style=\"color: #aa0000;\">Low-frequency sound affects active micromechanics in the human inner<br \/>\near<\/span><br \/>\nMarkus Drexl et al.; Royal Society, doi: 10.1098\/rsos.140166; 2014<br \/>\nLudwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen<br \/>\n(http:\/\/news.doccheck.com\/de\/61877\/tieffrequenz-schallunerhoerte-<br \/>\nwirkung\/ )<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht zu h\u00f6ren, aber trotzdem messbar. Tieffrequenter Schall tritt heutzutage in verschiedensten Bereichen auf. Neurobiologen konnten in einer aktuellen Studie zeigen, was tieffrequenter Schall im menschlichen Innenohr ausl\u00f6st. Je tiefer ein Ton, desto schlechter k\u00f6nnen ihn Menschen h\u00f6ren. 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