{"id":613,"date":"2013-07-04T14:45:18","date_gmt":"2013-07-04T13:45:18","guid":{"rendered":"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/?p=613"},"modified":"2013-07-19T07:54:44","modified_gmt":"2013-07-19T06:54:44","slug":"die-gesundheitlichen-auswirkungen-durch-unhorbaren-infraschall-von-windkraftanlagen-kurzfassung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/?p=613","title":{"rendered":"Die gesundheitlichen Auswirkungen durch unh\u00f6rbaren Infraschall von Windkraftanlagen (Kurzfassung)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\">Dr. med. Bernhard Voigt, Facharzt f\u00fcr Arbeitsmedizin<br \/>\nGaggenau -Freiolsheim<br \/>\ndr.b.voigt@t-online.de<br \/>\nwww.rtw-freiolsheim.de<br \/>\nJuni 2013<\/p>\n<p><i><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial;\">\u201eEs ist im h\u00f6chsten Ma\u00dfe unverantwortlich von einem Gesundheitsministerium zu behaupten, dass tieffrequenter Schall keine physiologische Wirkung haben k\u00f6nne, wenn \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche experimentelle Ergebnisse das Gegenteil beweisen.<br \/>\nDas Gesundheitsministerium versagt der \u00d6ffentlichkeit den Schutz vor den potenziellen Risiken des niederfrequenten Schalls durch seinen Mangel an objektiver und ausgewogener Beurteilung.&#8220;<br \/>\n(aus einem Brief von Prof. A.SALT, Washington University, St. Louis, USA, an das Gesundheitsministerium in Victoria, AUS.)<\/span><\/span><\/i><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial;\">Mit der Zunahme des L\u00e4rms in den Industriel\u00e4ndern erkannte man, dass h\u00f6rbarer Schall den ganzen menschlichen Organismus sch\u00e4digen kann. In den Ohren umgewandelte Schallimpulse f\u00fchren zu einer Dauerreizung des Gehirns, werden als Nervenstimuli in den K\u00f6rper weitergeleitet und k\u00f6nnen dort besonders an den sensiblen inneren Organen Gesundheitsst\u00f6rungen beg\u00fcnstigen oder bestehende Leiden verschlechtern. Als besonders st\u00f6ranf\u00e4llig erweist sich das Schlafverhalten, hier konnte durch eine Untersuchung bereits ab<br \/>\n32 dB (A) ein St\u00f6rverhalten an der K\u00f6rpermotorik nachgewiesen werden. Erst in der j\u00fcngsten Vergangenheit begannen Mediziner, die Aufmerksamkeit auch auf den unh\u00f6rbaren tieffrequenten Schallbereich, hier als Infra- und Tieffrequenzschall (ILFN, infra- and low frequency noise) bezeichnet, auszudehnen. Dabei erwiesen sich die aus dem h\u00f6rbaren Schallbereich abgeleiteten Feststellungen wie, der Schall m\u00fcsse eine H\u00f6r- oder Wahrnehmbarkeits-Schwelle \u00fcberschreiten, um eine Sch\u00e4digung auszul\u00f6sen, als nicht zutreffend.<br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial;\">Die Ansicht, dass ILFN erst oberhalb einer Wahrnehmungsschwelle Sch\u00e4den bewirken w\u00fcrde, kann heute als \u00fcberholt gelten und ist widerlegt worden. In neueren wissenschaftlichen Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass durch ILFN deutlich unterhalb der Wahrnehmungsschwelle beeintr\u00e4chtigende Nervenstimuli \u00fcber das Innenohr und das Gleichgewichtsorgan direkt auf das Gehirn und andere K\u00f6rperorgane einwirken k\u00f6nnen. Gesundheitliche Beschwerden und chronische Erkrankungen entstehen dabei durch die Summation andauernder unterschwelliger Schallreize, deren gesundheitliche Auswirkungen hier als Windturbinen-Syndrom (WTS) bezeichnet werden.<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial;\">Wegen ihrer besonderen Bedeutung f\u00fcr die medizinische Infraschallforschung werden hier kurz die Arbeiten von PIERPONT und SALT vorgestellt. Beiden Forschern ist es gelungen, jeweils auf ihrem Arbeitsgebiet eine plausible Erkl\u00e4rung zwischen den durch ILFN ausgel\u00f6sten physiologischen Reaktionen und der Symptomatik darzulegen.<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"color: #000000;\">Einen eindrucksvollen Bericht zum Windturbinen-Syndrom gibt die amerikanische Medizinerin <b>Dr. NINA<\/b><\/span><span style=\"color: #000000;\"> <b>PIERPONT<\/b><\/span><span style=\"color: #000000;\"> in ihrem Buch \u201eWind-Turbine-Syndrome \u2013 A report on a natural experiment\u201c.<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"color: #000000;\">PIERPONT untersuchte \u00fcber 4 Jahre in Form einer Fall-\/Kontrollstudie mit statistischer Sicherung der Ergebnisse 10 Familien mit 38 Personen, die in der N\u00e4he (innerhalb von 3 km) von WKA<br \/>\n(1,5 \u2013 3 MW) wohnten, die nach 2004 errichtet wurden. Sie stellte bei diesen Personen Krankheitssymptome fest, die konsistent von Person zu Person waren, weshalb Sie die Bezeichnung Wind Turbinen Syndrom als gerechtfertigt ansah. Die Symptome des WTS traten erst auf, nachdem die WKA in Betrieb genommen worden waren, sie verschwanden, wenn die Familien ihre H\u00e4user verlie\u00dfen, und traten erneut auf, sobald die Familien wieder in ihre H\u00e4user zur\u00fcckkehrten. 9 der 10 Familien haben ihre H\u00e4user wegen der Beschwerden f\u00fcr immer verlassen.<br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"color: #000000;\">Ergebnisse ihrer Studie:<\/span><\/span><\/b><b><\/b><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">1. <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman;\">Alle Probanden litten unter Schlafst\u00f6rungen, verbunden mit n\u00e4chtlicher Angst, Herzrasen und n\u00e4chtlichem Harndrang.<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">2. <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman;\">Die H\u00e4lfte der Personen hatte Kopfschmerzen w\u00e4hrend der Einwirkung.<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">3. <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman;\">Auffallend viele litten unter Tinnitus w\u00e4hrend der Einwirkung.<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">4. <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman;\">Mehrheitlich litten die Erwachsenen der Studie unter Symptomen wie:<br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">a. <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman;\">inneres Pochen, Zittern, Vibrieren<br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">b. <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman;\">Nervosit\u00e4t, Unruhe, Angst, das Bed\u00fcrfnis zu fliehen<br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">c. <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman;\">Schwitzen, schneller Herzschlag, \u00dcbelkeit.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">5. <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman;\">Fast alle Probanden litten unter Konzentrations- und Ged\u00e4chtnisst\u00f6rungen, hinzu kam der teilweise Verlust von kognitiven F\u00e4higkeiten, z. B. nachlassende Leistungen von Kindern in der Schule.<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">6. <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman;\">Bei den meisten Personen, Erwachsenen oder Kindern, kam es zu erh\u00f6hter Reizbarkeit oder Zornanf\u00e4llen.<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">7. <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman;\">Ein weiteres Kernsymptom war nachlassende Motivation und Aktivit\u00e4t, verbunden mit bleierner M\u00fcdigkeit, vielleicht auch als Zeichen des Schlafmangels.<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial;\">Das innerliche Zittern, Pochen oder Pulsieren und der damit verbundene Komplex von Nervosit\u00e4t, Angst, Alarm, Reizbarkeit, Herzrasen, \u00dcbelkeit und Schlafst\u00f6rungen stellen das Syndrom dar, das sie als Visceral Vibratory Vestibular Disturbance (VVVD, vibrationsbedingte St\u00f6rung des Gleichgewichtsorgans) bezeichnet.<\/span><\/span><\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial;\">Etwa zwei Drittel der Erwachsenen (14 von 21) wiesen Symptome des VVVD auf. Bei 7 von 10 an der Studie teilnehmenden Kindern und Teenagern, welche die Schule besuchten (Alter 5 &#8211; 17), war ein Nachlassen in der schulischen Leistung im Vergleich zum Zeitraum vor der Exposition zu verzeichnen, hingegen trat eine beachtenswerte Verbesserung ein, nachdem die Familien von den WKA weggezogen waren.<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial;\">Die Schl\u00fcsselrolle f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis des VVVD spielt das Otolithenorgan, ein Bestandteil des Gleichgewichtsorgans. Amerikanische Forscher konnten 2008 nachweisen, dass das Vestibul\u00e4rsystem des Menschen eine sehr hohe Sensitivit\u00e4t f\u00fcr Vibrationen und niedrige Frequenzen hat. Bei ihren Untersuchungen leiteten sie Vibrationen von 100 Hz direkt \u00fcber die Sch\u00e4delknochen (Mastoid) ins Innenohr und leiteten elektrische Potenziale von den Augenmuskeln ab. Es zeigte sich, dass, wenn die Intensit\u00e4t des eingeleiteten Schalls bereits so niedrig war, dass er nicht mehr geh\u00f6rt wurde, immer noch Potenziale abgeleitet werden konnten. Eine Vestibul\u00e4rreaktion konnte noch bei 3 % der Intensit\u00e4t gemessen werden, die erforderlich war, um den Ton zu h\u00f6ren. Das bedeutet, dass das menschliche Vestibul\u00e4rorgan f\u00fcr knochengeleiteten Schall deutlich empfindlicher ist als die inneren Haarzellen des Innenohrs.<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial;\">Eine Kernaussage ihres Berichtes lautet:<br \/>\nDie \u00fcbliche Vorstellung, dass ein Laut, der zu schwach ist, um geh\u00f6rt zu werden, keine physiologischen Reaktionen ausl\u00f6sen kann, best\u00e4tigt sich damit nicht!<\/span><\/span><\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial;\">Sie stellte fest \u2013 die von ILFN ausgel\u00f6sten Symptome sind neurologischer und nicht psychologischer Natur und damit nicht eingebildet. Die Betroffenen haben keinen Einfluss darauf, wie ihr Organismus auf den niederfrequenten Schall reagiert, es handelt sich um neurologisch-physiologische Reaktionen, die nicht dem bewussten Willen unterliegen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"color: #000000;\">Professor ALEC SALT, Physiologe und Wissenschaftler an der Washington University in St. Louis, USA,<br \/>\nuntersuchte die Wirkung von Infraschall auf das Innenohr. Er beschreibt: Weil die inneren Haarzellen (IHC, inner hair cells) nicht die Deckmembranen der Bogeng\u00e4nge der Schnecke ber\u00fchren, sind sie empfindlich f\u00fcr schnelle Bewegungsver\u00e4nderungen durch die h\u00f6rbaren Frequenzen. Als Resultat davon verlieren die IHC rasch ihre Empfindlichkeit, wenn die stimulierende Frequenz verlangsamt wird, was bedeutet, dass tiefe Frequenzen zunehmend schlechter oder gar nicht geh\u00f6rt werden. Die \u00e4u\u00dferen Haarzellen in der Schnecke (OHC, outer hair cells) sind, anders als die inneren Haarzellen, fest mit der Basalmembran verbunden, dadurch ist auch bei langsamen Schwingungen eine gro\u00dfe Auslenkung, d. h. ein gro\u00dfer Stimulus m\u00f6glich.<br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial;\">Bei Untersuchungen mit Mikrofonen im Geh\u00f6rgang konnte gezeigt werden, dass im tieffrequenten Bereich bereits ab ca. 60 dB (G) eine Anregung der \u00e4u\u00dferen Haarzellen erfolgte.<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"color: #000000;\">Eine \u00dcberpr\u00fcfung von G-bewerteten Ger\u00e4uschpegeln (erfasst das Frequenzspektrum &lt; 100 Hz) von WKA ergab f\u00fcr ILFN <b>bereits ab ca. 60 dB (G) eine Stimulation der OHC.<\/b><\/span><span style=\"color: #000000;\"> <b>Das deutet darauf hin, dass \u00fcber die Schallpegel der meisten WKA eine unh\u00f6rbare permanente Stimulation des Innenohrs erfolgt.<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"color: #000000;\">Prof. SALT vermerkt hierzu: \u201eDie Reaktion des Ohrs auf Infraschall kann enorm sein \u2013 \u00fcber 4 Mal st\u00e4rker als auf die lautesten h\u00f6rbaren Ger\u00e4usche. Das Ohr wird durch permanente niederfrequente Ger\u00e4usche und durch Infraschall st\u00e4ndig \u00fcberreizt. <b>Ich bin mehr denn je davon \u00fcberzeugt, dass die langfristige Belastung durch niederfrequenten Schall wirklich gef\u00e4hrlich ist<\/b><\/span><span style=\"color: #000000;\">. <\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"color: #000000;\">Was f\u00fcr die gesundheitliche Bewertung von Infraschall ausschlaggebend ist, ist Prof. SALTS Entdeckung, dass Haarzellen im Innenohr in der Tat auf unterschwelligen Infraschall ansprechen und als Reaktion Signale an das Gehirn sendet. Die gesundheitlichen Folgen dieser St\u00f6rimpulse sind Missempfindungen und Beeintr\u00e4chtigungen der Gesundheit, die als vibroacustic desease (VAD) in der medizinischen Literatur, beschrieben werden.<\/span><\/span><\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"color: #000000;\">Zu der gro\u00dfen Bedeutung, die die Art der Schallmessung an WKA f\u00fcr die gesundheitliche Relevanz hat, f\u00fchrt Prof. SALT Folgendes aus: \u201eDer ausgewiesene L\u00e4rmpegel ist ma\u00dfgeblich abh\u00e4ngig davon, wie der Schall gewertet wird. Die A-gewichteten Schallpegelmessungen unterdr\u00fccken besonders die f\u00fcr die gesundheitlichen Auswirkungen des WTS relevanten niedrigen Frequenzen, was unter dem Strich die Aussagekraft A-bewerteter Messungen entwertet. Die Windradindustrie benutzt weiter die dB (A)-Gewichtung, vermutlich um zu suggerieren, dass sich keine wirksamen Schallleistungspegel im niederfrequenten Bereich nachweisen lassen\u201c.<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"color: #000000;\">Professor Salt zieht aus seinen Untersuchungen folgende Schlussfolgerungen:<\/span><\/span><\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Symbol;\">\u00b7<\/span> <b><span style=\"font-family: Arial;\">Das Innenohr ist empfindlich f\u00fcr Infraschall unterhalb der Wahrnehmungsschwelle.<br \/>\n<\/span><\/b><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Symbol;\">\u00b7<\/span> <b><span style=\"font-family: Arial;\">Ab 60 dB (G) werden die \u00e4u\u00dferen Haarzellen angeregt und senden Nervenimpulse aus.<br \/>\n<\/span><\/b><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Symbol;\">\u00b7<\/span> <b><span style=\"font-family: Arial;\">Das Konzept \u201eWas man nicht h\u00f6ren kann, schadet auch nicht.\u201c ist ung\u00fcltig.<br \/>\n<\/span><\/b><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Symbol;\">\u00b7<\/span> <b><span style=\"font-family: Arial;\">A-gewichtete Schallmessungen von WKA sind nicht repr\u00e4sentativ f\u00fcr die Frage, ob dieser Schall das Geh\u00f6r beeinflussen kann.<\/span><\/b><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial;\">Die Ergebnisse der Forschungen von Prof. Salt sind interessant und wertvoll, weil sie der Behauptung kategorisch widersprechen, der Infraschall von Windkraftanlagen sei ohne Bedeutung f\u00fcr die Gesundheit des Menschen, da dieser, so diese Behauptung, unterhalb der H\u00f6rschwelle der meisten Menschen liege. Im Gegenteil \u2013 das Ohr zeigt physiologische Reaktion auf niederfrequenten L\u00e4rm in Pegelbereichen, wie sie von Windkraftanlagen emittiert werden, selbst wenn dieser L\u00e4rm nicht geh\u00f6rt werden kann.<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Obwohl die komplexen physiologischen Reaktionen des Innenohres (und des Gleichgewichtsorgans) auf Infraschall wissenschaftlich noch nicht ganz verstanden werden, rechtfertigen ja erfordern, die bisher vorliegenden Erkenntnisse und die weltweit vorliegenden zahlreichen Fallbeschreibungen von Betroffenen, die am WTS bzw. VAD Syndrom leiden, ein unverz\u00fcgliches Handeln im Sinne eines vorbeugenden Gesundheitsschutzes.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der n\u00e4chtliche Umgebungsl\u00e4rm im h\u00f6rbaren und, wie wir jetzt wissen, im unh\u00f6rbaren Infraschallbereich wirkt sich negativ auf den Schlaf auf. L\u00e4ngerfristiger Schlafverlust oder Schlafst\u00f6rungen stellen ein Gesundheitsrisiko dar. Die L\u00e4rmexposition erh\u00f6ht die Produktion der Stresshormone, erh\u00f6ht den Blutdruck und das allgemeine Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der ungest\u00f6rte Nachtschlaf ist deshalb ein guter Indikator f\u00fcr einen ausreichenden Schutz vor den Schallemissionen der WKA.<\/p>\n<p><b><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial;\">Welche Konsequenzen lassen sich f\u00fcr den Gesundheitsschutz aus diesen Ergebnissen zu ziehen?<\/span><\/span><\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial;\">Gegenw\u00e4rtig gibt es nur eine M\u00f6glichkeit, um Gesundheitssch\u00e4den durch WKA zu begrenzen, und die besteht darin, dass der Mindestabstand zwischen den Windkraftanlagen und der Wohnbebauung ausreichend gro\u00df sein sollte damit Beeintr\u00e4chtigungen oder Sch\u00e4den der Gesundheit oder schwerwiegende Bel\u00e4stigungen sowie St\u00f6rungen des Nachtschlafes mit ausreichender Sicherheit ausgeschlossen werden k\u00f6nnen.<\/span><\/span><\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\"><b><span style=\"color: #000000;\">Die zurzeit<\/span><\/b><span style=\"color: #000000;\"> <b>in Deutschland geltenden Mindestabst\u00e4nde von 700 &#8211; 1000 m und f\u00fcr Au\u00dfengeh\u00f6fte von nur 400 m sind eindeutig zu gering<\/b><\/span><span style=\"color: #000000;\">, <b>um die Anwohner vor Gesundheitsbeeintr\u00e4chtigungen und schwerwiegenden Bel\u00e4stigungen zu bewahren.<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"color: #000000;\">International werden Mindestabst\u00e4nde von 2,5 -18,00 km vorgeschlagen.<\/span><\/span><\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"color: #000000;\">Da eine gro\u00dfe Anzahl von Neuanlagen geplant ist, sollte in Deutschland rasch gehandelt und die bisherigen deutlich zu geringen Mindestabst\u00e4nde vergr\u00f6\u00dfert werden.<\/span><\/span><\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"color: #000000;\">Beispielhaft ist die gerade bekannt gewordene Entscheidung der Ministerpr\u00e4sidenten von Bayern und Sachsen, die sich im Bundesrat f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Mindestabst\u00e4nde einsetzen wollen. Als Richtschnur soll das Zehnfache der Anlagenh\u00f6he gelten, f\u00fcr ein 200 m Windrad sind das 2000m Abstand.<\/span><\/span><\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"color: #000000;\">Aus pragmatischen Erw\u00e4gungen wird deshalb vorgeschlagen, auf die englischen Mindestabst\u00e4nde zur\u00fcckzugreifen, die f\u00fcr <span style=\"text-decoration: underline;\">eine<\/span> WKA von 150 m Nabenh\u00f6he und h\u00f6her mindestens 3.000 m betragen und f\u00fcr jede weitere WKA zu vergr\u00f6\u00dfern sind.<\/span><\/span><\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"color: #000000;\">Literaturverzeichnis:<\/span><\/span><\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial;\">1.<\/span> <span style=\"font-family: Arial;\">Pierpont N., MD, PhD, Wind Turbine Syndrome \u2013 A Report on a natural Experiment,<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"color: #000000;\">Santa Fe \/ New Mexico, K-Selected Books, 2009<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial;\">2.<\/span> <span style=\"font-family: Arial;\">Salt A.N., Hullar T.E., Responses of the Ear to Low Frequency Sounds, Infrasound and Wind Turbines, Hearing Research 2010; 268: 12-21<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial;\">3.<\/span> <span style=\"font-family: Arial;\">Salt A.N., Kaltenbach J.A., Infrasound from Wind Turbines could Affect Humans, Bulletin of Science, Technology &amp; Society 31, 296-302, 2011<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial;\">4.<\/span> <span style=\"font-family: Arial;\">Salt A.N., Lichtenhan J.T., Gill R.M., Hartsock J.J. Large endolymphatic potentials from low-frequency and infrasonic tones in the guinea pig, J. Acoust Soc. Am. 2013, 133: 1561-1571<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial;\">5.<\/span> <span style=\"font-family: Arial;\">Salt A.N., Lichtenhan J.T., Perception-based protection from low-frequency sounds may not be enough, Proceedings of InterNoise 2012, New Yourk, 2012<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial;\">6.<\/span> <span style=\"font-family: Arial;\">Salt A.N., Lichtenhan J.T., Responses of the Inner Ear to Infrasound, Proceedings oft he Fourth International Meeting on Wind Turbine Noise, Rome Italy April 2011<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial;\">7.<\/span> <span style=\"font-family: Arial;\">Bill: Wind turbines (Minimum Distances from Residential Premises) link: <\/span><\/span><a href=\"http:\/\/www.publications.parliament.uk\/pa\/ld201011\/ldbills\/017\/11017.1-i.html\"><span style=\"font-family: Arial; color: #0000ff;\">http:\/\/www.publications.parliament.uk\/pa\/ld201011\/ldbills\/017\/11017.1-i.html<\/span><\/a><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial;\">, orderd to be Printed, 14th May 2012<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dr. med. Bernhard Voigt, Facharzt f\u00fcr Arbeitsmedizin Gaggenau -Freiolsheim dr.b.voigt@t-online.de www.rtw-freiolsheim.de Juni 2013 \u201eEs ist im h\u00f6chsten Ma\u00dfe unverantwortlich von einem Gesundheitsministerium zu behaupten, dass tieffrequenter Schall keine physiologische Wirkung haben k\u00f6nne, wenn \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche experimentelle Ergebnisse das Gegenteil beweisen. &hellip; <a href=\"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/?p=613\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11,5],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/613"}],"collection":[{"href":"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=613"}],"version-history":[{"count":6,"href":"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/613\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":632,"href":"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/613\/revisions\/632"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=613"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=613"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=613"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}