{"id":378,"date":"2013-04-22T08:09:01","date_gmt":"2013-04-22T07:09:01","guid":{"rendered":"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/?p=378"},"modified":"2013-04-22T08:26:16","modified_gmt":"2013-04-22T07:26:16","slug":"378","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/?p=378","title":{"rendered":"Gesundheitsgef\u00e4hrdung durch Infraschall"},"content":{"rendered":"<h1>Gesundheitsgef\u00e4hrdung durch Infraschall<\/h1>\n<h2>Wie ist der internationale Stand des Wissens?<br \/>\nSind die Mindestabst\u00e4nde in Deutschland ausreichend gro\u00df ?<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Dr. med. Bernhard Voigt, Facharzt f\u00fcr Arbeitsmedizin,<br \/>\nIn der B\u00fchne 7, 76571 Gaggenau-Freiolsheim<br \/>\nDr.b.voigt@t-online.de<br \/>\n06.03.13<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Frei-mit-M\u00fchlen-2a.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-123\" alt=\"Panorama von Freiolsheim mit Windkraftr\u00e4dern\" src=\"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Frei-mit-M\u00fchlen-2a.jpg\" \/><\/a><br \/>\n<span style=\"font-size: 12px;\">Abb: 1, Freiolsheim , Nordschwarzwald, Vorbergzone mit montierten WKA in ausgewiesenen Suchgebieten.<\/span><\/p>\n<p>Vor Jahrzehnten wurde der Bau von Atomkraftwerken seitens der Industrie und der Politik von einer Propaganda gest\u00fczt, die behauptete: <b>Atomstrom sei billig, Atomkraftwerke seien sicher, Gesundheitsrisiken seien beherrschbar.<\/b><\/p>\n<p>Mittlerweile wissen wir, dass keines der drei Argumente stimmte, und dass gerade wegen der Unbeherrschbarkeit von Sicherheit und Gesundheit die Atomkraftwerke vom Netz genommen werden.<\/p>\n<p>Der massenhafte Bau von Windkraftanlagen (WKA) in Deutschland wird erneut mit Behauptungen begleitet wie: <b>Wind g\u00e4be es ja umsonst, womit suggeriert wird, Windkraft sei billig zu haben, und die gesundheitlichen Risiken seien nicht nennenswert.<\/b><\/p>\n<p>Beide Argumente sind nicht zutreffend. Im Jahr 2011 wurden nach dem \u201eErneuerbaren Energiegesetz\u201c(EEG) 16,7 Milliarden Euro an Subventionen in Deutschland gezahlt, Tendenz stark steigend. Ein Gro\u00dfteil dieses Betrags entf\u00e4llt auf die Subvention von Windstrom, der ohne Subvention nicht rentabel ist.<\/p>\n<p>Der Verband der deutschen Windkraftanlagen-Hersteller \u00e4u\u00dferte sich zur Gesundheitsgef\u00e4hrdung durch Windkraft folgenderma\u00dfen: \u201eDie Infraschallpegel in der Umgebung von WKA liegen weit unter der Wahrnehmbarkeitsschwelle, es ergeben sich keine Hinweise auf eine m\u00f6gliche Gef\u00e4hrdung von Personen durch den von WKA ausgehenden Infraschall\u201c (Klug, Helmut, DEWI Magazin 20.02.2002).<\/p>\n<p>\u00c4ngste in der betroffenen Bev\u00f6lkerung entstehen, wo es an Offenheit fehlt, da fehlende Offenheit etwas zu verbergen hat. Fehlende Offenheit m\u00f6chte verbergen, dass durch die   Befriedigung eigener Ziele die  Bed\u00fcrfnisse Anderer unber\u00fccksichtigt bleiben. In einer entwickelten Gesellschaft ist ein auf eigens\u00fcchtigen Bestrebungen gr\u00fcndendes Verhalten unvern\u00fcnftig,  da es zu Konflikten und Verlusten an anderer Stelle f\u00fchrt, f\u00fcr die die Allgemeinheit aufzukommen hat.<\/p>\n<p>Durch diesen kurzen Beitrag soll ein wenig mehr Licht in das Gesundheitsgeschehen in Verbindung mit dem von WKA ausgehenden Infraschall gebracht werden.<\/p>\n<p>Zur Einsch\u00e4tzung von gesundheitlichen Risiken st\u00fctzt sich die Regierung auf Bundesinstitute, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) Berlin. Die Landesregierungen st\u00fctzen sich auf die jeweiligen Landes\u00e4mter. In Baden-W\u00fcrttemberg sind das die Landesanstalt f\u00fcr Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-W\u00fcrttemberg (LUBW) und das Landesgesundheitsamt (LGA).<\/p>\n<p>Die LUBW und das LGA in Stuttgart haben j\u00fcngst ein Faltblatt zum Thema Windenergie und Infraschall (IS) herausgegeben. Diese Institutionen kommen in dem Flyer zu dem Fazit: \u201eDer von WKA erzeugte Infraschall liegt in deren Umgebung deutlich unterhalb der Wahrnehmungsgrenzen des Menschen. Nach heutigem Stand der Wissenschaft sind sch\u00e4dliche Wirkungen durch Infraschall bei WKA nicht zu erwarten. Verglichen mit Verkehrsmitteln wie Autos oder Flugzeugen ist der von WKA erzeugte Infraschall gering. Betrachtet man den gesamten Frequenzbereich, so heben sich die Ger\u00e4usche einer WKA schon in wenigen 100 m meist kaum mehr von den nat\u00fcrlichen Ger\u00e4uschen von Wind und Vegetation ab.\u201c<\/p>\n<p>In dieser Aussage sind drei Argumente enthalten:<\/p>\n<ul>\n<li>Sch\u00e4dliche Wirkungen von Infraschall bei WKA sind nicht zu erwarten<\/li>\n<li>Der von WKA erzeugte Infraschall ist gering<\/li>\n<li>Der gesamt Frequenzbereich, also auch der Infraschallbereich, entspricht schon in wenigen 100 m Entfernung den Hintergrundger\u00e4uschen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><b>Alle drei Argumente sind nicht zutreffend:<\/b><\/p>\n<p>WKA sind Energiewandler, von denen die maximal entnehmbare Leistung bis zu 59 % betr\u00e4gt und ein bedeutender Teil der  Windkraft ,bei einer 5 MW Anlage sind das 2 MW , in Druckwellen, also Schall, mit einem hohen Infaschallanteil umgewandelt wird ( Herzog ).   Die L\u00e4rmkomponente entsteht \u00fcberwiegend aerodynamisch an  den Rotorbl\u00e4ttern. Durch die Gr\u00f6\u00dfe und die Elastizit\u00e4t der Bl\u00e4tter, die langsame Drehzahl und die Eigenfrequenz der Rotorbl\u00e4tter von ca. 1-20 Hz, emittieren die Rotoren bedeutende Mengen im nichth\u00f6rbaren Infraschallbereich wobei die Regel gilt , je gr\u00f6\u00dfer die Bl\u00e4tter um so h\u00f6her der Infaschallanteil. Die Rotorbl\u00e4tter der WKA geh\u00f6ren gegenw\u00e4rtig zu den effektivsten Infraschallerzeugern, die es in der Industrie gibt.<\/p>\n<p>Weitere Quellen von L\u00e4rm und IS sind bestimmte Industrien. L\u00e4rm und IS in Gro\u00dfst\u00e4dten sind mittlerweile ein ernst zu nehmendes Gesundheitsproblem geworden (Krahe). Im l\u00e4ndlichen Raum und in  Kleinst\u00e4dten ist es \u00fcberwiegend still bis sehr still. Nennenswerte Quellen f\u00fcr IS gibt in der Regel nicht.<\/p>\n<p>Zu den physikalischen Charakteristika des IS geh\u00f6rt es, dass die Schallabsorption durch Mauern, Fenstern und T\u00fcren, gering ist. Es baut sich in Innenr\u00e4umen eine stehende Infraschallwelle auf, die zu einer besonderen L\u00e4rmbelastung f\u00fchrt. Gerade der IS im Innenbereich hat eine besonders nervende Eigenheit. Infraschall hat eine wesentlich gr\u00f6\u00dfere Reichweite als der h\u00f6rbare Schall.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Gesundheitsgef\u00e4hrdungdurchInfraschall1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Gesundheitsgef\u00e4hrdungdurchInfraschall1-1024x559.jpg\" alt=\"Gesundheitsgef\u00e4hrdungdurchInfraschall1\" width=\"640\" height=\"349\" class=\"alignnone size-large wp-image-380\" srcset=\"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Gesundheitsgef\u00e4hrdungdurchInfraschall1-1024x559.jpg 1024w, http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Gesundheitsgef\u00e4hrdungdurchInfraschall1-300x163.jpg 300w, http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Gesundheitsgef\u00e4hrdungdurchInfraschall1-512x280.jpg 512w, http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Gesundheitsgef\u00e4hrdungdurchInfraschall1.jpg 1213w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Bundesanstalt f\u00fcr Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat 2004  eine der wenigen Infraschallmessung mit  wissenschaftlicher Genauigkeit in der Bundesrepublik durchgef\u00fchrt. L.Ceranna u.a. (BGR) beschreiben, dass aufgrund deren Gr\u00f6\u00dfe und geringen Rotationsgeschwindigkeit der Fl\u00fcgel ein erheblicher Energieanteil unterhalb von 20 Hz als Infraschall abgestrahlt wird. Die Messwerte f\u00fcr Infraschall einer kleinen WKA von 200 KW lagen erst in 1,5 km Entfernung im Bereich der Hintergrundger\u00e4usche die mit 65 dB(A) angegeben wurden. Es konnte gezeigt werden, dass die Messwerte und die Berechnungswerte nach einer Formel gut \u00fcbereinstimmen. Sie belegten, dass die Intensit\u00e4t und der Infraschallanteil im Rahmen der Schallemissionen mit der Gr\u00f6\u00dfe der Anlagen zu nehmen m\u00fcssen. Nach ihren Berechnungen erreicht ein Infraschall von 2-3 Hz bei Anlagen mit einer Nabenh\u00f6he von 100 m, Fl\u00fcgeldurchmesser 70 m, Leistung 1,5 MW erst in einer Entfernung von 10 \u2013 11 km den Wert der Hintergrundger\u00e4usche von 50 dB(A). Zum Vergleich: Die derzeitigen Planungen sehen auf dem Malscher Bergr\u00fccken WKA mit einer Gesamth\u00f6he von 200 m vor.<br \/>\nMessungen und Bewertungen zur Ausbreitung von Infraschall von M\u00f6ller (D\u00e4nemark) f\u00fchrten zu \u00e4hnlichen Ergebnissen.<\/p>\n<p>Es ist auffallend, dass die LUBW und das LGA in ihrer Literaturaufstellung in dem Flyer sich auf keine einzige wissenschaftliche Quelle von international anerkannten Institutionen oder auf unabh\u00e4ngige deutsche Fachleute beziehen.<br \/>\nVon den Landes\u00e4mtern wird der Gedanke vertreten, dass Infraschall erst dann gesundheitssch\u00e4dlich ist, wenn er sich oberhalb der Wahrnehmungsschwelle bewegt.  Diese Wahrnehmungsschwelle f\u00fcr Schall &lt; 20 Hz ist keine Geh\u00f6rschwelle, sondern wird als Vibrationen auf der Haut empfunden. Die Wahrnehmungsschwelle betr\u00e4gt z.B. bei 3 Hz 120 dB(A). Zum Vergleich, neben einem startenden D\u00fcsenflugzeug betr\u00e4gt der Schalldruck ca. 130 dB(A). Es ist  zutreffend, dass bei diesen extremen Schalldr\u00fccken die Gesundheit leidet.<\/p>\n<p>Ein Schalldruck von 100, 120 und mehr dB(A) durch WKA sind in Wohngebieten  nicht zu erwarten, aber  eine dauernde Berieselung durch unterschwelligen Schall der WKA.<\/p>\n<p><b>Deshalb ist zu fragen, welche gesundheitlichen Wirkungen die permanente  Einwirkung von Infraschall in Schalldruckbereichen unterhalb der Wahrnehmungsschwelle ausl\u00f6sen?<\/b><\/p>\n<p>Hierzu beziehen die LUBW und das LGA mit dem lapidaren Satz Stellung, das sei eben unsch\u00e4dlich. Der internationale Kenntnisstand ist jedoch ein anderer. Ich beziehe mich im Nachfolgenden auf die Einsch\u00e4tzung internationaler Experten wie Prof. Alec Salt, USA; M\u00f6ller , D\u00e4nemark; Pedersen, Schweden; die englische Society for Wind Vigilance und die deutschen Professoren Quambusch und Krah\u00e9 und nicht zuletzt auf die unabh\u00e4ngige Expertenkommission beim RKI, u.a. Erw\u00e4hnenswert ist auch die umfassende Auswertung der internationalen Literatur zum Thema Infraschall und Gesundheit, die Dr. Eckehard Kuck und das \u00c4rzteforum Emissionsschutz ( Bad Orb) ausgearbeitet haben (im Internet einsehbar).<\/p>\n<p><b>Es gibt mittlerweile zahlreiche Untersuchungen \u00fcber gesundheitliche Beeintr\u00e4chtigungen durch Infra- und niederfrequenten Schall (INFS).<\/b><\/p>\n<p>Infraschall hat ein anderes Wirkungsspektrum auf den menschlichen Organismus als der h\u00f6rbare L\u00e4rm, und demzufolge hie\u00dfe es \u00c4pfel mit Birnen zu vergleichen, wollte man die Wirkungen vergleichen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Gesundheitsgef\u00e4hrdungdurchInfraschall2.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Gesundheitsgef\u00e4hrdungdurchInfraschall2.jpg\" alt=\"Gesundheitsgef\u00e4hrdungdurchInfraschall2\" width=\"852\" height=\"439\" class=\"alignnone size-full wp-image-379\" srcset=\"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Gesundheitsgef\u00e4hrdungdurchInfraschall2.jpg 852w, http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Gesundheitsgef\u00e4hrdungdurchInfraschall2-300x154.jpg 300w, http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Gesundheitsgef\u00e4hrdungdurchInfraschall2-543x280.jpg 543w\" sizes=\"(max-width: 852px) 100vw, 852px\" \/><\/a><br \/>\n<span style=\"font-size: 12px;\">( ABB. Entnommen , Dr.Kuck-Gef\u00e4hrdung der Gesundheit durch Windkraftanlagen )<\/span><\/p>\n<p>Die Gutachter des RKI (Bundesgesundheitsblatt 12\/2007) weisen auf die Schwingungs\u00fcbertragung im niederfrequenten Bereich auf die einzelnen Organe und Partien des menschlichen K\u00f6rpers hin. Der Kopf und die meisten K\u00f6rperorgane des Menschen haben eine Eigenfrequenz von 30 Hz und kleiner, d. h. sie werden bei Schwingungen im niederfrequenten Bereich zur Resonanz angeregt. Dieses Mitschwingen des Kopfes, des Gehirns, der im Kopf enthaltenen Wahrnehmungsorgane, aber auch anderer K\u00f6rperorgane, birgt die Gefahr einer gesundheitlichen Sch\u00e4digung in sich. Deshalb kommen die Experten des RKI zu der wissenschaftlich vorsichtig formulierten Warnung: <b>\u201eDie besondere Qualit\u00e4t von Infraschall bedarf jedoch verst\u00e4rkter Aufmerksamkeit, da bisher nur wenige gesicherte Erkenntnisse \u2026 \u00fcber das Auftreten und die Wirkung von Infraschall vorliegen.\u201c<\/b> Das RKI empfiehlt verst\u00e4rkte Forschung auf diesem Gebiet, was in Deutschland bisher leider unterblieb.<\/p>\n<p>In dem erw\u00e4hnten Bericht des RKI wird eine Auswertung von 98 Literaturquellen durch Schust zum Thema \u201eInfraschall und aurale und extraaurale Wirkungen\u201c ( Geh\u00f6r und K\u00f6rper betreffend) zitiert. Schust stellt die Wirkungen von Infraschall auf Geh\u00f6r und K\u00f6rper nicht in Frage. Die Untersuchungen weisen darauf hin, dass die IS- Immissionen bei kontinuierlicher oder kurzzeitig intensiver Exposition gesundheitliche Sch\u00e4den verursachen k\u00f6nnen. In Tierversuchen zeigten sich unspezifische Aktivierungs- und Stressreaktionen bis zu chronisch pathologischen Ver\u00e4nderungen.<\/p>\n<p>In einem Kolloquium \u201eTieffrequenter Schall und Infraschall\u201c, Stuttgart, 2012 , zitierte Prof. Krah\u00e9 unter anderem aus der Untersuchung von Pedersen, G\u00f6teborg, nach der 50 % und mehr der vom INFS Betroffenen folgende Symptome hatten: <b>Frustration, Einschlafschwierigkeiten, Schlafst\u00f6rungen, Furcht, M\u00fcdigkeit, Druck im Ohr, Kopfschmerzen, Nervosit\u00e4t und Konzentrationsmangel.<\/b><\/p>\n<p>Von Wissenschaftlern wurde in England im Jahr 2003 ein Gro\u00dfversuch durchgef\u00fchrt, an dem 700 Personen teilnahmen. Diesen Personen wurde Musik vorgespielt. In wechselnder Folge enthielt diese Musik mal keinen, mal unh\u00f6rbaren Infraschall von 17 Hz im unterschwelligen Bereich. Anschlie\u00dfend wurde eine Befragung durchgef\u00fchrt und wissenschaftlich ausgewertet. Es zeigte sich, dass eine signifikante Anzahl<b>, 22 % der Anwesenden, mit akuten Gesundheitsbeschwerden reagierten wie u.a. Beklemmung, Reizbarkeit, \u00dcbelkeit, Furcht, Brustdruck. <\/b> Dieses klare Ergebnis zeigt, dass Infraschall im unh\u00f6rbaren unterschwelligen Bereich akute Gesundheitsbeschwerden ausl\u00f6st.<\/p>\n<p>N.Pierpont beschreibt die durch periodischen Infraschall im unterschwelligen Bereich ausgel\u00f6sten Gesundheits- und Krankheitssymptome, die heute mit den Begriffen <b>Wind-Turbinen-Syndrom<\/b> oder <b>vibroakustisches Syndrom<\/b>, belegt sind. Sie stellt kurz, aber zutreffend dar, der Infraschall von Windturbinen erzeugt das Wind-Turbinen-Syndrom, wenn Menschen sich l\u00e4ngere Zeit im Schallbereich der Windturbinen aufhalten. Zu den Hauptsymptomen geh\u00f6ren: <b>Schlafentzug, Schwindeligkeit, \u00dcbelkeit, Kopfschmerzen<\/b>, <b>Tinnnitus, Ohrendruck, Benommenheit, Beeintr\u00e4chtigung des Sehverm\u00f6gens, Herzrasen, Reizbarkeit, Probleme mit Konzentration und Erinnerungsverm\u00f6gen, Panikattacken mit Zittern<\/b>. Sie f\u00fchrt hierzu aus, dass die gefundenen neuronalen Wechselwirkungen einen tragf\u00e4higen anatomischen und physiologischen Rahmen f\u00fcr das Wind-Turbinen-Syndrom liefern.<\/p>\n<p>Prof. Pereira,Portugal beschreibt die Auswirkungen von Infraschall nach der Errichtung von 4 WKA in einer Entfernung von 300 und 700 m zu zwei Bauernh\u00f6fen in Portugal. Neben der   psychovegetativen Symptomatik litten die Bewohner dieser Geh\u00f6fte unter anderem auch an zunehmend manifesten Erkrankungen des Herzens und der Lunge, wobei es sich um eine Einzelbeobachtung handelt. Ja sogar die Pferde auf diesen Bauernh\u00f6fen zeigten ein abnormes Verhalten.<\/p>\n<p>Prof. Quambusch, schreibt zu den Gesundheitssch\u00e4digungen durch IS: \u201eEs konnte experimentell nachgewiesen werden, dass bestimmte Gehirnschwingungen durch tieffrequenten Schall stimuliert und moduliert werden k\u00f6nnen. Vieles spricht daf\u00fcr, dass die von tieffrequentem Schall ausgehenden Einfl\u00fcsse individuell unterschiedlich registriert werden, es gibt Hinweise auf besondere Sensibilit\u00e4ten. Beobachtungen verdeutlichen, <b>dass IS- Immissionen als Ursachen gesundheitlicher Sch\u00e4den am ehesten bei intensiven kurzzeitigen Expositionen, aber auch bei kontinuierlicher Langzeitexposition, wie sie in der Nachbarschaft von WKA anzutreffen ist, zu erwarten sind\u201c.<\/b><\/p>\n<p>Aus den vorliegenden Untersuchungen wird ersichtlich, dass es besonders empfindlich reagierende und damit f\u00fcr Gesundheitsbeeintr\u00e4chtigungen besonders disponierte Personen gibt. Es wird  berichtet, dass  Schwangere, vorgesch\u00e4digte und \u00e4ltere Menschen anf\u00e4lliger auf IS reagieren.<\/p>\n<p>Dr.Kuck beschreibt drei Wirkungsorte von Infraschall im K\u00f6rper:<\/p>\n<ul>\n<li>Der Vestibularapparat (Gleichgewichtsorgan), Kinetosen durch INFS-Vibrationen, analog der Seekrankheit<\/li>\n<li>Cochlea (Innenohr), physiologische Reaktionen auf INFS und Signalweitergabe an das Gehirn, Beeinflussung der H\u00f6r- und Sprachverarbeitung, sensorische Beeinflussung ver\u00e4ndert funktionale Prozesse des Gehirns<\/li>\n<li>K\u00f6rperorgane, die im Bereich der Eigenfrequenz mitschwingen, hier insbesondere die elastische Masse des Gehirns, werden durch eine \u00dcberpr\u00e4gung von Fremdschwingungen in seiner Funktionalit\u00e4t gest\u00f6rt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Funktionelle Beeintr\u00e4chtigungen betreffen mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit auch viele h\u00f6her organisierte Tierarten, f\u00fcr Pferde sind  sie nachgewiesen.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte diese Zitate zu Gesundheitsbeeintr\u00e4chtigungen  abschlie\u00dfen mit dem Hinweis, dass auch andauernder h\u00f6rbarer impulshaltiger L\u00e4rm, wie f\u00fcr  WKA typisch,  zu Gesundheitsst\u00f6rungen f\u00fchrt. M.Nissenbaum, Maine, USA, hat dies f\u00fcr WKA, die von der Bebauung 1,5 km entfernt waren, nachgewiesen.<\/p>\n<p>Es ist erfreulich, dass verschiedene hohe Gerichte das Gefahrenpotenzial durch Infraschall erkannt haben. Mittlerweile sind diese beiden Aussagen: \u201e<b>Es ist hinreichend wahrscheinlich, dass Infraschall gesundheitliche Beeintr\u00e4chtigungen erzeugt.\u201c <\/b>und <b>\u201eDie TA L\u00e4rm ist als Genehmigungsgrundlage dann nicht mehr ausreichend, wenn besondere Schallqualit\u00e4ten hinzutreten, die sie nicht bewertet, wie Impulshaltigkeit und Infraschall<\/b>\u201c gerichtlich anerkannt. Das Bundesverwaltungsgericht hat die alleinige Rechtswirksamkeit der TA L\u00e4rm f\u00fcr Genehmigungsverfahren in dem Sinne aufgeweicht, dass das gesamte Sch\u00e4digungspotenzial des immittierten L\u00e4rms bewertet werden muss. Dieser Auffassung haben sich mittlerweile eine Reihe von Oberlandesgerichten, z. B. das OLG M\u00fcnchen, angeschlossen (zitiert nach Prof. E. Quambusch, Jurist ).<\/p>\n<p>In Deutschland gibt es zurzeit kein g\u00fcltiges Mess- und Bewertungsverfahren f\u00fcr Infraschall. In der TA L\u00e4rm, die die wesentliche immissionsrechtliche Beurteilungsgrundlage f\u00fcr ein Genehmigungsverfahren darstellt, wird Infraschall nicht ber\u00fccksichtigt. Das Mittlungsververfahren f\u00fcr h\u00f6rbaren Schall nach der TA L\u00e4rm ist nicht ausreichend geeignet um vor L\u00e4rmbeeintr\u00e4chtigungen zu sch\u00fctzen. Impulshaltige laute L\u00e4rmanteile, die st\u00f6rend und gesundheitssch\u00e4digend wirken k\u00f6nnen, fallen unter den Tisch, da sie gemittelt werden. Der Genehmigungswert, der nach der TA L\u00e4rm berechnet wird, hat sich nachweislich in vielen F\u00e4llen als deutlich zu niedrig erwiesen, um die Anwohner vor L\u00e4rmbeeintr\u00e4chtigungen zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p><b>Die einzige Schutzm\u00f6glichkeit vor den Beeintr\u00e4chtigungen durch L\u00e4rm und IS besteht gegenw\u00e4rtig darin, die Mindestabst\u00e4nde zur Besiedlung ausreichend gro\u00df zu halten.<\/b><\/p>\n<p>In der Mehrzahl der zivilisierten L\u00e4nder ist das bereits geschehen. <b>In den USA gilt ein Mindestabstand von 2,5 km, in England wurde durch ein Gesetz im Jahr 2010 beschlossen dass f\u00fcr WKA von &gt;150 m H\u00f6he der Mindestabstand 3.000 m betragen muss. <\/b><\/p>\n<p><b>In Deutschland hat man bislang beh\u00f6rdlicherseits Gesundheitsbedenken wegen des IS weitgehend ignoriert. Die sich auf den Immissionsschutz nach der TA L\u00e4rm beziehenden Mindestabst\u00e4nde zur Bebauung von 700 \u2013 1000 m sind eindeutig zu gering um Anwohner vor einer sch\u00e4digenden Beeintr\u00e4chtigung durch h\u00f6rbaren L\u00e4rm und insbesondere durch Infraschall zu sch\u00fctzen<\/b>.<\/p>\n<p>Mit obigen Zitaten sollte gezeigt werden, dass die Behauptung \u201eInfraschall sei unterhalb der Wahrnehmungsschwelle gesundheitlich unbedenklich\u201c, nicht zutreffend ist. Es gibt weltweit gen\u00fcgend Beobachtungsmaterial, das diese Meinung eindeutig widerlegt. Und es existieren Erkl\u00e4rungsmodelle \u00fcber die Wirkungsweise des Infraschalls auf den menschlichen Organismus.<\/p>\n<p><b>Zu fragen ist jetzt: L\u00e4sst sich ein medizinisch begr\u00fcndbarer Grenzwert definieren, der der Bev\u00f6lkerung eine ausreichende Sicherheit bietet?<\/b><\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte dazu vorausschicken, dass zur abschlie\u00dfenden Beantwortung dieser Frage zurzeit noch kein ausreichendes Untersuchungsmaterial vorliegt und die wissenschaftliche Komplexit\u00e4t dieser Fragestellung nicht untersch\u00e4tzt werden sollte.<\/p>\n<p>Nun muss die Gesundheit auch dann gesch\u00fctzt werden, wenn noch kein l\u00fcckenloser wissenschaftlicher Beweis vorliegt, zumal es viele Jahre dauern d\u00fcrfte, bis die Problematik wissenschaftlich abgearbeitet werden kann. Deshalb m\u00f6chte ich versuchen, mich \u00fcberschl\u00e4gig, absch\u00e4tzend dieser Frage zu n\u00e4hern.<\/p>\n<p>Bei der Bewertung des h\u00f6rbaren L\u00e4rms wird von zwei Wirkungsebenen ausgegangen: Die auf das Ohr bezogenen- auralen und die auf den K\u00f6rper bezogenen \u2013extraauralen, Wirkungen. Die aurale Wirkung, die Geh\u00f6rsch\u00e4digung, l\u00e4sst sich recht gut mit einem Grenzwert belegen, der zurzeit bei &gt; 80 dB(A) angegeben wird. F\u00fcr die extraaurale Wirkung werden deutlich niedrigere Einwirkpegel angenommen, deren Gr\u00f6\u00dfe sich nicht genau definieren l\u00e4sst. Das h\u00e4ngt damit zusammen, dass der Umweltl\u00e4rm hinsichtlich seiner Frequenzen, Intensit\u00e4ten und Einwirkdauer \u00e4u\u00dferst unterschiedlich ist. Hinzu kommt, dass das subjektive Lautheits- und St\u00f6rempfinden bei den Menschen stark variiert, und z. B. auch davon abh\u00e4ngt, wie der Gesundheitszustand der Betreffenden ist. Bekanntlich ben\u00f6tigen z.B. Kranke Ruhe. Die extraauralen Wirkungen, die sich an verschiedenen Organen manifestieren k\u00f6nnen, z.B am Herzkreislaufsystem das Entstehen von Krankheiten beg\u00fcnstigen, erfolgen mittelbar \u00fcber psychonervale Fehlsteuerungen. Aus diesem vielschichtigen Ineinandergreifen verschiedener Organsysteme erkl\u00e4rt sich die unterschiedliche Disposition zur Entwicklung von Krankheiten. Es l\u00e4sst sich demzufolge kein wirklich medizinisch begr\u00fcndeter Grenzwert der Unbedenklichkeit angeben, sondern allenfalls ein Grenzbereich. Die im Immissionsschutzrecht (Immission \u2013 Schall in der Besiedlung) angegebenen Grenzwerte sind deshalb nur zum Teil medizinisch, zum anderen Teil durch wirtschaftliche und politische Interessen, begr\u00fcndet. Beispiel: F\u00fcr reine Wohngebiete gilt in Deutschland ein n\u00e4chtlicher Pegel von 35 dB(A) und in D\u00e4nemark sind es lediglich 20 dB(A). D. h. in D\u00e4nemark wird der n\u00e4chtliche Schutz der Bev\u00f6lkerung durch die Politik h\u00f6her bewertet.<\/p>\n<p>Die H\u00f6rbarkeit des L\u00e4rms beinhaltet zugleich eine Schutzfunktion, der Mensch sucht, sich dem ihn st\u00f6renden und m\u00f6glicherweise sch\u00e4digenden L\u00e4rm zu entziehen. Beim Infraschall ist diese Schutzwirkung leider nicht gegeben. Der hier zu betrachtende Infraschall im unterschwelligen Bereich ist eben unh\u00f6rbar. Jedoch wirken die rhythmischen Luftschwingungen, der Schall, weiterhin mit einem bestimmten Schalldruckpegel auf den K\u00f6rper ein. Unh\u00f6rbar bedeutet deshalb nicht automatisch unsch\u00e4dlich, sondern es ist anzunehmen, dass dieser Schalldruck an den Einwirkorten gesundheitliche Effekte ausl\u00f6st. IS ist als Umweltschall hinsichtlich seiner Frequenzen, der Lautheit und der Dauer der Ger\u00e4usche genau so variabel wie h\u00f6rbarer Schall. Wir haben es mit einer extraauralen Wirkung zu tun, bei der sich, soweit bekannt, mehrere  Wirkungsebenen \u00fcberlagern: Die Einwirkung \u00fcber das Gleichgewichtsorgan, das Innenohr und das Schwingen des Gehirns und der K\u00f6rperorgane im Bereich der Eigenresonanz.<br \/>\nNach vorliegenden Untersuchungen hat es sich gezeigt, dass die H\u00f6rschwelle f\u00fcr Infraschall bei manchen Menschen deutlich niedriger liegt, sie also noch das h\u00f6ren, was andere nicht h\u00f6ren k\u00f6nnen, und dass es empfindliche und weniger empfindliche Personen gibt. Zur Erinnerung: In dem englischen Beschallungsversuch mit 700 Personen reagierten 22 % mit psychovegetativen Beschwerden. Es gibt Hinweise darauf, dass \u00e4ltere, gesundheitlich vorgesch\u00e4digte Personen und Schwangere auf Infraschall st\u00f6rempfindlicher reagieren. Die Wissenschaft wird voraussichtlich noch viele Jahre brauchen, bis all diese Fragen im Einzelnen beantwortet werden k\u00f6nnen und sich daraus ein Gesamtbild formulieren l\u00e4sst. D. h. gegenw\u00e4rtig ist ein Grenzwert f\u00fcr Unsch\u00e4dlichkeit nicht zu benennen. Hinzu kommt, dass solch ein Grenzwert von erheblicher wirtschaftlicher Relevanz ist. Die Industrie, die Windkraftanlagen bauen m\u00f6chte, und die Politik, die dieses Verlangen f\u00f6rdert, kann an einem niedrigen Grenzwert kein Interesse haben. In Analogie zur Vorgehenseise beim h\u00f6rbaren Schall l\u00e4sst sich jedoch ein plausibler Grenzwert vereinbaren, der mehr Sicherheit bedeuten w\u00fcrde als der gegenw\u00e4rtige Zustand.<\/p>\n<p>In Deutschland gilt f\u00fcr reine Wohngebiete nachts ein Wert von 35 dB(A) und f\u00fcr allgemeine Wohngebiete von 45 dB(A). In ruhigen Ortschaften, wie Freiolsheim, mit n\u00e4chtlichen Schallwerten<br \/>\n(Me\u00dfwerte von mir erhoben) von ca. 25 dB (A), werden 35 dB(A) bereits als St\u00f6rger\u00e4usch wahrgenommen. 45 dB(A) entsprechen  einem deutlich wahrnehmbaren Ger\u00e4usch. Nach dem Immissionsschutzrecht sind Gebiete, die frei von jeder L\u00e4rmbelastung sind, besonders sch\u00fctzenswert vor L\u00e4rmimmissionen.<\/p>\n<p>Mit nachfolgendem Beispiel m\u00f6chte ich vor verdeutlichen, dass in Deutschland die Mindestabst\u00e4nde viel zu gering sind.<br \/>\nNach Berechnungen von Dr. Kuck werden 60 db(A) in  einem Abstand von 1250 m (1000 m, plus Zuschlag von 25% f\u00fcr Gel\u00e4nde und Inversionswetterlagen) f\u00fcr  1 WKA und 3750m f\u00fcr 8 WKA, (3000m plus Zuschlag wie oben), erreicht. Ein Schalldruck von 60dB(A), der nach Dr.Kuck gerade k\u00f6rperlich nicht mehr verarbeitet wird, ist noch keine  Garantie f\u00fcr gesundheitliche Unbedenklichkeit. Zum Schutz der allgemeinen Bev\u00f6lkerung, unter Ber\u00fccksichtigung von  Schwangeren, \u00e4lteren und gesch\u00e4digten Menschen, wird immissionsrechtlich stets eine ausreichende Sicherheit verlangt. Da keine ausreichend gesicherten Erkenntnisse vorliegen<b>, w\u00e4hle ich hier einen Multiplikator von 0,5. Dadurch erh\u00f6hen sich Abst\u00e4nde nach Kuck auf 2500-7500m und der Schallpegel wird halbiert auf 30dB(A). Meines Erachtens w\u00e4ren das gute Ausgangswerte, die sehr wahrscheinlich f\u00fcr den \u00fcberwiegenden Teil der Bev\u00f6lkerung einen ausreichenden Schutz bieten w\u00fcrden.<\/b><br \/>\nDa wir es gew\u00f6hnlich nicht mit der Erstellung von einer, sondern  mit mehreren Anlagen zu tun haben, ist der vom englische Parlament beschlossene Mindestabstand, f\u00fcr Anlagen von &gt; 150 m H\u00f6he, von mindestens 3.000m ebenfalls ein sehr guter Anhalt, den man auch in Deutschland als Mindestuntergrenze \u00fcbernehmen k\u00f6nnte. Bei mehreren oder noch gr\u00f6\u00dferen Anlagen, und das l\u00e4sst sich nach Formeln berechnen, m\u00fcsste dieser Mindestabstand dann weiter erh\u00f6ht werden.<\/p>\n<p><b>Wie dargelegt, ist es aus medizinischen Gr\u00fcnden geboten, dass der Mindestabstand in Deutschland wesentlich erh\u00f6ht wird. Die Richtwerte, wie sie in England gelten, bei gro\u00dfen Anlagen sind das 3000 m, sind eine gute Bezugsbasis.<\/b><\/p>\n<p>Zusammenfassend k\u00f6nnen wir feststellen, dass sich die Politiker und die Genehmigungsbeh\u00f6rden auf eine Fehlbewertung der gesundheitlichen Belastung durch Infraschall st\u00fctzen, und dass das deutsche Genehmigungsverfahren auf einer zum Teil veralteten immissionsrechtlichen Grundlage beruht, die den besonderen Gegebenheit der Schallemissionen von WKA nicht gerecht wird. <b>Deshalb liegen ausreichende Gr\u00fcnde f\u00fcr die Annahme vor, dass die Gesundheit der B\u00fcrger gegen\u00fcber den Schalleinwirkungen der WKA nicht ausreichend gesch\u00fctzt wird. Es ist Aufgabe der Politik und des beh\u00f6rdlichen Gesundheitsschutzes, hier schnellstm\u00f6glich durch deutlich gr\u00f6\u00dfere Mindestabst\u00e4nde f\u00fcr mehr Sicherheit zu sorgen.<\/b><\/p>\n<p><b>Der Schutz der Gesundheit wird im Grundgesetz jedem B\u00fcrger garantiert. Sie ist unser h\u00f6chtes Gut, sie sollte von uns Allen eingefordert werden und nicht dem Aktionismus der Energiewende zum Opfer fallen.<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12px;\">Abb. 4, Bayrisches Landesamt f\u00fcr Umweltchutz<\/span><\/p>\n<p><b>Literaturverzeichnis<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Dr. Kuck,E. u. \u00c4rzteforum Emssionsschutz , Bad Orb, Gef\u00e4hrdung der Gesundheit durch Windkraftanlagen( WKA),<\/li>\n<li>Dr. Kubicek R., Schutz vor tieffrequenten Ger\u00e4uschen \u2013 Anforderung an Messung und Beurteilung, Staatliches Umweltfachamt Chemnitz, Seminar Ger\u00e4uschemissionen und-immissionen bei tiefen Frequenzen, Reinhardtsgrimm, Dezember 2003<\/li>\n<li>Ceranna L., Hartmann G., Henger M., Der unh\u00f6rbare L\u00e4rm von Windkraftanlagen \u2013 Infraschallmessungen an einem Windrad n\u00f6rdlich von Hannover, BGR, Referat B3.11, Seismologie Hannover, 2006<\/li>\n<li>Dr. Bartsch R., Die biologische Wirkung von luftgeleitetem Infraschall, Friedrich-Schiller-Uni Jena, 2007<\/li>\n<li>Siegmann S., Nigmann U., Biologische Wirkungen von tieffrequentem Schall, ISSN 1861-6704 Prakt. Arb.med. 2007, 9: 20-22<\/li>\n<li>Dr. Kubicek R., DIN 45680 und Beiblatt 1 Beurteilung tieffrequenter Ger\u00e4uschimmissionen in der Nachbarschaft, IHK S\u00fcdwestsachsen, 10. 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Dezember 2009<\/li>\n<li>Prof. Dr. Quambusch E., Lauffer M., Infraschall von Windkraftanlagen als Gesundheitsgefahr<\/li>\n<li>Schust, Effects of low frequency noise up to 100 Hz, Noise &amp; Health 6 (23), 73 ff.<\/li>\n<li>Weiler, Auswirkungen einer sublimen Beschallung mit einer Frequenz 4 Hz, 8 Hz und 31,5 Hz, Institut f\u00fcr Hirnforschung pp., St. Wendel, 28.10.2005<\/li>\n<li>Maschke u. a. , Tieffrequente Schallbelastung und Schlaf \u2013 aktueller Kenntnisstand; in: Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Akustik (Hrsg.), Fortschritte der Akustik, 2006<\/li>\n<li>Feldmann und Jakob, Tieffrequenter Wohnl\u00e4rm; in: Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Akustik, (Hrsg.),<\/li>\n<li>a. a. O., Bd. 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Bernhard Voigt, Facharzt f\u00fcr Arbeitsmedizin, In der B\u00fchne 7, 76571 Gaggenau-Freiolsheim Dr.b.voigt@t-online.de 06.03.13 Abb: 1, Freiolsheim , Nordschwarzwald, Vorbergzone mit &hellip; <a href=\"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/?p=378\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/378"}],"collection":[{"href":"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=378"}],"version-history":[{"count":10,"href":"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/378\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":389,"href":"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/378\/revisions\/389"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=378"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=378"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=378"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}