{"id":363,"date":"2013-04-18T12:47:16","date_gmt":"2013-04-18T11:47:16","guid":{"rendered":"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/?p=363"},"modified":"2013-06-27T12:20:58","modified_gmt":"2013-06-27T11:20:58","slug":"vergeblicher-kampf-gegen-windmuhlen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/rtw-freiolsheim.de\/?p=363","title":{"rendered":"Vergeblicher Kampf gegen Windm\u00fchlen"},"content":{"rendered":"<p>von Prof. Dr.-Ing. Hans-G\u00fcnter Appel (Vorsitzender des Beirats NAEB e.V.):<\/p>\n<p><strong>Pressemitteilung Nr. 56, 13.4.2013 Vergeblicher Kampf gegen Windm\u00fchlen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Offshore Strom ist doppelt so teuer wie Windstrom an Land. Es droht ein weiterer massiver Ausbau der Windkraftanlagen an Land mit Unterst\u00fctzung der Regierung. W\u00e4lder und Naturschutzgebiete werden geopfert. Restriktionen gegen Windparks werden mit Hilfe der Politik und der Gerichte abgebaut. Anti-Windpark Initiativen haben keine Erfolgschance, solange sie nicht die \u201eEnergiewende\u201c und das sie tragende EEG bek\u00e4mpfen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verbrauchersch\u00fctzer fordern Schluss mit Offshore Strom<\/strong><\/p>\n<p>Endlich kommt auch bei dem m\u00e4chtigen Bundesverband der Verbraucherzentralen die Erleuchtung. Offshore Strom ist zu teuer. Eine neue Analyse \u00fcber die Stromversorgung in Deutschland kommt zu dem Ergebnis: Die Seewindanlagen weit drau\u00dfen im tiefen Meer seien ein \u00f6konomischer und technologischer Irrl\u00e4ufer. Der Energieexperte der Verbraucherzentralen, Holger Krawinkel, schreibt in der Analyse: \u201eJe schneller der Ausstieg aus dem Offshore-Ausbau vereinbart werde, umso geringer werden die negativen Folgen im Hinblick auf den Strompreis sein. Die Bundeskanzlerin wird aufgefordert, \u00fcber einen grundlegenden Richtungswechsel bei der Energiewende nachzudenken.<\/p>\n<p>Doch die Bundesregierung wird wohl weiter versuchen, bis zu 80 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland durch sogenannte \u201eregenerative\u201c Energien zu erzeugen, obwohl dies aus technisch physikalischer Sicht vollkommen unm\u00f6glich ist. Folglich m\u00fcssten die geplanten Offshore Anlagen durch Windgeneratoren an Land ersetzt werden.<\/p>\n<p>Geplant sind auf hoher See Anlagen von mehr als 20.000 Megawatt Leistung. Davon sind bisher rund 400 Megawatt installiert. Wenn die geplante Offshore Stromerzeugung auf das Land verschoben wird, m\u00fcssen rund 15.000 Windgeneratoren mit 2,5 bis 3 Megawatt Leistung (H\u00f6he 120 m bis 200 m) zus\u00e4tzlich gebaut werden, weil der Stromertrag an Land nur halb so hoch ist wie auf See. Nat\u00fcrlich ist der sowohl auf See wie an Land so erzeugte Strom komplett zufallsabh\u00e4ngig und damit technisch wertlos.<\/p>\n<p><strong>Nachweis von Windparkfl\u00e4chen<\/strong><\/p>\n<p>Schon heute sind Gemeinden, St\u00e4dte und Kreise gesetzlich gezwungen, Fl\u00e4chen f\u00fcr Windparks auszuweisen. Der Gesetzgeber schreibt daf\u00fcr keine bindenden Mindestabst\u00e4nde zu Wohngebieten, W\u00e4ldern und Erholungsfl\u00e4chen vor. Auch Natur- und Artenschutz bleiben auf der Strecke. Bayern hat z.B. die Zahl der schutzw\u00fcrdigen Vogelarten von rund 150 auf 40 herabgesetzt. Und die Naturschutzverb\u00e4nde haben keine Einw\u00e4nde erhoben. H\u00e4user in Windparkn\u00e4he haben einen Wertverlust bis zu 30 Prozent. Dies wird den B\u00fcrgern ohne Entsch\u00e4digung zugemutet. Es ist eine Teilenteignung. Auch Schattenschlag, L\u00e4rmbel\u00e4stigung und der gef\u00e4hrliche Infraschall (nicht h\u00f6rbare Schallwellen mit Schwingungen im Bereich der Herz- und Atemfrequenzen) werden nicht oder nur begrenzt ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Unter diesen Bedingungen k\u00f6nnen Windparkfl\u00e4chen fast auf jedem freien Feld ausgewiesen werden, wenn der Gemeinderat zustimmt. Die einzigen Profiteure der \u201eEnergiewende\u201c, die Investoren und Betreiber (10 Windstromanlagen reichen zum Einkommensmillion\u00e4r), die Landbesitzer (Jahrespacht f\u00fcr eine Anlage 25.000 bis 50.000 Euro), die Banken (langfristige sichere Zinseinnahmen) und nicht zuletzt Anw\u00e4lte (hohe Honorare winken bei Streitigkeiten) tun alles f\u00fcr die Ausweisung weiterer Windparkfl\u00e4chen. Die windarmen Gebiete im S\u00fcden von Deutschland werden davon nicht verschont. Dort werden nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) h\u00f6here Einspeiseverg\u00fctungen (Binnenlandtarif) gezahlt als im windreichen Norden. Windparks \u201elohnen\u201c sich damit \u00fcberall.<\/p>\n<p><strong>Anti-Windpark Initiativen sind chancenlos.<\/strong><\/p>\n<p>Der Kampf gegen Windstromanlagen, egal, ob vor dem eigenen Haus, \u00fcber W\u00e4ldern oder in bisher gesch\u00fctzten Landschaften ist im wahrsten Sinne ein vergeblicher Kampf gegen Windfl\u00fcgel. Zu sehr sind die meisten Deutschen mit der \u201ealternativlosen Energiewende\u201c indoktriniert worden. Die Windlobby ist verfilzt mit der Ministerialb\u00fcrokratie und formuliert \u201eausk\u00f6mmliche\u201c Gesetze. Viele Bundestagsmitglieder haben Anteile an regenerativen Anlagen. Alle Profiteure wollen ihre hohen und sicheren Profite erhalten, die ihnen das planwirtschaftliche Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) \u00fcber 20 Jahre garantiert. Spezialisierte Rechtsanwaltskanzleien helfen Ihnen dabei. Wir alle m\u00fcssen daf\u00fcr mehrfach bezahlen: Mit immer weiter steigenden Strompreisen zugunsten der Profiteure, mit einer Zerst\u00f6rung unserer Umwelt und mit dem Wertverlust unserer H\u00e4user. (Die Profiteure ziehen nach Sylt, weil sie auf der windreichen Insel nicht durch Windanlagen bel\u00e4stigt werden.)<\/p>\n<p><strong>Erfolg nur ohne EEG<\/strong><\/p>\n<p>Das unsoziale EEG mit seinen hohen Einspeiseverg\u00fctungen (gesetzliche Umverteilung von unten nach oben) muss ersatzlos gestrichen werden. Dann lohnt sich der Bau weiterer Windstrom-, Solarstrom- und Biostromanlagen finanziell nicht mehr. Der Spuk ist zu Ende. Die Stromversorgung muss wieder nach technisch realisierbaren und vor allem wirtschaftlichen, und nicht nach ideologischen Gesichtpunkten organisiert werden, sagt Heinrich Duepmann, der Vorsitzende der Stromverbraucherschutz-Bewegung NAEB e.V. (www.naeb.de). Die \u00fcber hundert Experten dieses Vereins helfen den Initiativen, sinnvoll und optimal gegen die Verspargelung der Landschaft, gegen die Verspiegelung von Feldern und die Vermaisung unserer \u00c4cker vorzugehen. Nur, wenn wir uns bundesweit einig sind, k\u00f6nnen wir Erfolg haben gegen die \u201ealternativlose Energiewende\u201c, die jedoch viele sinnvolle und wirtschaftliche Alternativen hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Prof. Dr.-Ing. Hans-G\u00fcnter Appel<\/p>\n<p>Vorsitzender des Beirats NAEB e.V.<\/p>\n<p>Freigegeben zur Ver\u00f6ffentlichung als Leserzuschrift, Lesermeinung,<br \/>\nKontakt: hans-guenter.appel@naeb.info<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Prof. Dr.-Ing. Hans-G\u00fcnter Appel (Vorsitzender des Beirats NAEB e.V.): Pressemitteilung Nr. 56, 13.4.2013 Vergeblicher Kampf gegen Windm\u00fchlen Offshore Strom ist doppelt so teuer wie Windstrom an Land. 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